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Regeltraining für Schiedsrichter Fußballkreis Oder/Neiße
Hausregeltraining BFN 01/ 2010 – Fragen /Antworten 1. Bei laufendem Spiel verliert der SR seine Pfeife, die auf dem Schnee bedeckten Platz nicht mehr zu sehen/ finden ist. Entscheidung! Antwort: Bei dieser Ausnahmesituation (oder wenn die Pfeife defekt ist) ist es gestattet, das Spiel durch Zuruf zu unterbrechen (1). Nach besorgen einer Ersatzpfeife ist das Spiel mit einem SR-Ball (1) fortzusetzen. 2. Welche Linien müssen auch im Winter zu sehen sein? Wie viele Fahnen/ Hütchen sind bei Schnee bedecktem Boden erforderlich? Antwort: Die Linien zwischen den Pfosten (1). Es sind 14 Fahnen/ Hütchen (1). 3. Wie lange muss man im Winter warten, wenn der Gegner/ SR zum pünktlichen Spielbeginn nicht anwesend ist? Fällt das Spiel aus, wenn die „Fehlenden“ nach 50 min vor Ort sind? Antwort: Mind. 45 min. (1). Das Spiel fällt nicht aus, wenn gewährleistet ist, dass das Tageslicht noch ausreicht, um die komplette Spielzeit zu absolvieren (1). 4. Der Ball liegt zum Anstoß bereit. Der ausführende Spieler spielt den Ball mit der Hacke zu seinem Mitspieler, der in der eigenen Hälfte auf gleicher Höhe steht. Als der Ausführende bemerkt, dass der Ball nicht ankommt, läuft er hinterher und spielt den Ball erneut. Entscheidungen! Antwort: Der Anstoß muss bei der Ausführung nach vorn gespielt werden (1), da dies nicht erfolgte, wird der Anstoß wiederholt (1). 5. Als der Ball während des laufenden Spiels gegen eine Hilfsfahne prallt und in der Folge von einem Spieler angenommen wird, der ihn ins Tor schießt, unterbricht der SR das Spiel. Der Torschütze freut sich zuerst über seinen Erfolg, beleidigt nun aber den SR mit einer Geste. Entscheidung! Antwort: Der Torschütze erhält wegen der beleidigenden Worte die RK (1) und muss den Innenraum verlassen (0,5). Das Spiel wird nach einem Pfiff (0,5) mit Einwurf fortgesetzt (1), denn Hilfsfahnen stehen einen Meter außerhalb des Spielfeldes. 6. Ein Stürmer eilt allein auf das gegnerische Tor zu. Als er nun zentral innerhalb des Strafraums angekommen ist, kommt ihm der TW entgegen und spielt zuerst den Ball mit dem Fuß. In der Folge kommt der Stürmer zu Fall. Dieser steht sofort wieder auf und läuft dem seitlich abgewehrten Ball nach. Der TW sprintet ebenfalls hinterher. Als der Ball nun kurz hinter der Torauslinie ist, bringt der TW von hinten den Stürmer durch ein rücksichtsloses Foul zu Fall. Entscheidungen! Antwort: Der Torwart erhält für sein rücksichtsloses Foul die GK (1). Da der Ball im Moment des Foulspiels bereits außerhalb des Spielfeldes war, kann es keinen Strafstoß geben. Das Spiel wird mit Eckstoß fortgesetzt (1), da der TW als letzter am Ball war. 7. Vor Spielbeginn, auf dem Weg zum Spielfeld, schlägt ein Spieler einen Gegenspieler. Entscheidungen! Antwort: Da die Strafgewalt des SR erst mit Betreten des Spielfeldes beginnt, kann er nur eine Meldung im Spielbericht machen (1). Der Anstoß (0,5) wird ausgeführt, die betreffende Mannschaft spielt mit 11 Spielern (0,5). 8. In einem D-Junioren-Pokalspiel muss eine Entscheidung durch Schüsse von der Strafraummarke gefunden werden. Ein bereits verwarnter Spieler reklamiert lautstark gegen eine Entscheidung des SR. Antwort: Obwohl es normalerweise für Reklamationen nur die GK gibt, muss der Spieler mit der RK des Feldes verwiesen werden (1), denn in diesem Juniorenbereich gibt es die 5 min- Zeitstrafe. Da diese aber beim Strafstoßschießen keine Anwendung finden darf, muss der SR den Feldverweis aussprechen. Der Gegner reduziert sich nicht (1). 9. Der einwerfende Spieler steht 10 m von der Seitenlinie entfernt. Weil er den Ball schnell ins Spiel bringen will, wirft er ihn von dort zu seinem TW. Dieser nimmt den Ball auf und schießt ihn ins Seitenaus. Muss der SR eingreifen? Antwort: Da die Entfernung zum Spielfeldrand eine untergeordnete Rolle spielt (nur vor der Barriere muss es sein), war der Einwurf korrekt. Was nicht korrekt war, ist die Tatsache, dass der TW den Ball direkt nach dem Einwurf aufgenommen hat. Das Spiel ist also mit einem ind. FS (1), wo der TW steht (1) fortzusetzen. 10. Ein Abwehrspieler führt den Abstoß schnell aus. Ein Stürmer, der auf der Strafraumlinie steht, bekommt den Ball an den Rücken. Von dort fliegt er zurück, Abwehrspieler und Stürmer „treffen“ sich am Strafstoßpunkt. Hier bringt nun der Abwehrspieler den Stürmer fahrlässig zu Fall. Entscheidungen! Antwort: Da der Ball beim Abstoß aus dem Strafraum gespielt werden muss, dies aber durch die Stellung des Stürmers auf der Linie nicht gegeben war, muss der Abstoß wiederholt werden (1). Da fahrlässige Fouls keine persönliche Strafen (1) nach sich ziehen, muss der SR nicht reagieren. Gesamt: 20 Punkte
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